Kirche St. Aegidien

Als Schlosskirche des anhalt-bernburgischen Fürstensitzes erlangte St. Aegidien große Bedeutung.
In der 1625 errichteten, kulturgeschichtlich interessanten Gruft des Chores und der Apsis liegen bis heute die Gebeine der Familienmitglieder der Fürsten und Herzöge von Anhalt-Bernburg (jüngere Linie, 1603 – 1863). Auch die als Stifterin tätige letzte Herzogin Friederike (verstorben 1902) ist hier beigesetzt.


Foto: Schlosskirche St. Aegidien außen © Ingo Gottlieb, Halle - BFG-Bernburger Freizeit GmbH

Schlossstraße 7
06406 Bernburg (Saale)

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Ev. Pfarramt

Tel.  03471 - 625100

Im Internet


www.schlosskirche-online.de

Fürstengruft in der Schlosskirche St. Aegidien
© Ingo Gottlieb, Halle - BFG-Bernburger Freizeit GmbH

Die Schlosskirche entstand wahrscheinlich zeitgleich mit der Stiftskirche in Gernrode und ist somit romanischen Ursprungs. Dies ist an der Apsis und dem Vierungsturm ablesbar. Die erste Nennung erfolgte allerdings erst 1375. Charakteristisch für die Kirche ist das Nebeneinander der verschiedensten Stile, welches auf rege Bautätigkeit hinweist. Der heute dominierende barocke Stil geht auf einen Umbau im Jahr 1752 zurück.

Besondere Bedeutung gewann die Kirche durch ihre Stellung als regionales Zentrum des Protestantismus. Herausragende Verdienste erwarb sich der Superintendent Friedrich Adolf Krummacher (1767 – 1845). Er war der Initiator der Union zwischen reformierter und lutherischer Kirche. Sein Schwiegersohn, Wilhelm von Kügelgen (1802 – 1867), war Hofmaler und Kammerherr des zuletzt regierenden Herzogs Alexander Carl. Mit seinen Memoiren „Jugenderinnerungen eines alten Mannes“ wurde er als Literat der Biedermeierzeit bekannt.

Öffnungszeiten

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Montag, Mittwoch, Donnerstag 9:00 - 12:00 Uhr
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