Simonetti Haus Coswig (Anhalt)

Das fast unscheinbare Fachwerkbauwerk von 1699 mit großem Hof, einst barocker Adelssitz, wird heute als „Simonetti-Haus“ bezeichnet.

Seit 2007 hat sich der Verein Simonetti Haus Coswig (Anhalt) e.V. des vom Abriss bedrohten Anwesens angenommen und ermöglicht der Öffentlichkeit regelmäßig ein „Abenteuer Stuckdecken“ zu erleben, was überaus lohnenswert ist.


Foto: Außenansicht © D. Dautz - Stadt Coswig (Anhalt)

Simonetti Haus

Zerbster Straße 40
06869 Coswig (Anhalt)

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Im Internet

simonettihauscoswig@t-online.de

Gründerzeitsaal im Simonetti Haus
© A. Fuhrmann - Stadt Coswig (Anhalt)

Äußerlich unscheinbar, birgt es in seinem Inneren 7 in Sachsen-Anhalt einzigartige Stuckdecken. Mit ihrem ausgefeilten ikonographischen Bildprogramm sind die Stuckaturen nicht nur in Sachsen-Anhalt ohne Vergleiche. Als Bauherr wird der Kammerrat Freiherr Friedrich von Mehder, der für Fürst Carl Wilhelm von Anhalt-Zerbst hier „aus Silber Gold imprägnieren“ sollte, erwähnt, der den Baumeister und Stuckateur Giovanni Simonetti mit den Stuckarbeiten beauftragt. In der Überlieferung wird das Gebäude mit preußischem König Friedrich Wilhelm II. zusammengebracht. Angeblich ließ der Monarch das Haus für seine Geliebte Wilhelmine Enke, die spätere Gräfin Lichtenau, herrichten. Ende des 19. Jahrhunderts hielt hier ein Gasthof Einzug. Für diesen wurde 1888 hinter dem Barockhaus ein großer gründerzeitlicher Saal errichtet.