Kirche St. Aegidien

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Sarg aus der Kirchen - Gruft

Sarg aus der Kirchen Gruft

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Blick auf die Kirche St. Aegidien

Ansicht der Schlosskirche

Die Schlosskirche entstand wahrscheinlich zeitgleich mit der Stiftskirche in Gernrode und ist somit romanischen Ursprungs. Dies ist an der Apsis und dem Vierungsturm ablesbar. Die erste Nennung erfolgte allerdings erst 1375. Charakteristisch für die Kirche ist das Nebeneinander der verschiedensten Stile, welches auf rege Bautätigkeit hinweist. Der heute dominierende barocke Stil geht auf einen Umbau im Jahr 1752 zurück.

Besondere Bedeutung gewann die Kirche durch ihre Stellung als regionales Zentrum des Protestantismus. Herausragende Verdienste erwarb sich der Superintendent Friedrich Adolf Krummacher (1767 – 1845). Er war der Initiator der Union zwischen reformierter und lutherischer Kirche. Sein Schwiegersohn, Wilhelm von Kügelgen (1802 – 1867), war Hofmaler und Kammerherr des zuletzt regierenden Herzogs Alexander Carl. Mit seinen Memoiren „Jugenderinnerungen eines alten Mannes“ wurde er als Literat der Biedermeierzeit bekannt.