Der Frachtdampfer „Hermann“ war das erste Schiff, das 1869 in der Sachsenbergschen Werft vom Stapel lief. Eine Vielzahl von Seiten- und Heckraddampfern, Ein- und Doppelschraubendampfern, Baggern, Spülern und Motorschiffen wurden in den folgenden Jahren in Roßlau auf Kiel gelegt.
Eine bedeutende Erfindung war die des Sachsenbergschen oder Roßlauer Schaufelrades in den 1880er Jahren, das für einen effizienteren Vortrieb sorgte. Auf dem Roßlauer Luchplatz an der
B 184 steht ein Modell eines solchen Schaufelrades.
Nach dem Neubeginn als Roßlauer Schiffswerft im Jahr 1946 wurden bis 1993 mehr als 800 Schiffe, darunter 525 Seeschiffe mit insgesamt 197.000 Bruttoregistertonnen gebaut. Schiffe aus Roßlau befahren Binnen- und Küstengewässer auf vier Erdteilen.
Das Museum zeigt auch Modelle der ersten Tragflügelboote der Welt.
Noch heute herrscht reger Betrieb auf der Roßlauer Schiffswerft. Die Arbeit umfasst die Fertigung von Kranen, Brücken, Stahlsektionen für den Schiff- und Yachtbau und deckt auch den Bereich des Stahlwasserbaus ab.
